Das Letzte

Darüber lachen wir (manchmal) …

Bertolt Biber

Gedicht von Robert Gernhardt

Alarm! Hier spricht die Polizei:
Bertolt Biber, der ist frei!
Ist aus seinem Zoo entwichen,
hat sich in die Stadt geschlichen,
wo er seitdem klaut und frisst,
dass es nicht zu glauben ist.
Hundertzwanzig Streuselkuchen
sind verschwunden, und wir suchen
außerdem ein ganzes Fass
Honig, siebzig Ananas,
tausend Tafeln Schokolade,
neunzig Eier, und gerade
hören wir, es fehlt noch mehr:
Ob Negerkuss, ob Gummibär,
ob Marzipan, ob Früchtebrot,
ob Speiseeis, ob Obstkompott,
ob groß, ob klein, ob heiß, ob kalt –
Bertolt macht vor gar nichts halt.
Drum lasst ihn nicht in eure Wohnung!
Hunderttausend Mark Belohnung
winken dem, der ihn ergreift
und zur nächsten Wache schleift.
Seid so gut, schafft ihn herbei!
Schönen Dank! Die Polizei

Da staunt der Biber …

Aus unserer Lieblingszeitung

Photography by Sven Začek., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12096440

Im neuen Feuchtgebiet in der Mühlematt Ferenbalm in der Schweiz lässt die Naturschutzorganisation Pro Natura auf einem 2012 erworbenen Gelände den Biber drei Hektaren früheres Ackerland umgestalten. Pro Natura sagt, dass der Biber in Deutschland mit zahlreichen Dämmen gratis für Wasserrückhaltung sorge. In den aufgestauten Gräben und Biberseen tummelten sich unzählige Amphibien und Libellen. Es entstehe damit eine reiche Futterquelle, welche auch Eisvögel und Graureiher anlocke. In der Schweiz sei dieser Ansatz bisher einzigartig.

Der Biber steht dabei nicht im Mittelpunkt: Er ist ist „nur“ der «planende» Ingenieur und ausführende Baumeister bei der anspruchsvollen Schaffung von wertvollen Lebensgemeinschaften.

Na also …

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