Typen

Letzte Nachführung am 27 Januar 2017 um 12:42 Uhr

Surfbrett

Ein Surfbrett ist ein aus einem schwimmfähigen Material hergestelltes Brett, das als Sportgerät zum Wellenreiten oder in Verbindung mit einem Segel zum Windsurfen dient. Das Kernmaterial unserer Surfbretter für das Wellenreiten ist ein Holzskelett mit einem in der Längsrichtung verlaufenden Stringer zur Lastverteilung. Die Hülle besteht aus mit Glasgwebe und Epoxy Harz beschichtetem Holz. Auf den Anwendungszweck abgestimmte Bauformen bestimmen das Drehverhalten, den Auftrieb und die Handhabbarkeit des Brettes. Die am Heck des Brettes angebrachte Finne dient der Richtungsstabilität.

Stand Up Paddle Board

Nach den zu Beginn verwendeten langen Surfbretter – nur diese boten genügend Auftrieb, um das Gewicht des Sportlers mit Ausrüstung (Paddel, Kleidung) zu tragen – gibt es heute eine grosse Auswahl an speziell für die Sportart Stand Up Paddeln entworfene Boards. Die Bauart entspricht der Bauart von Surfbrettern. Um einen sicheren Stand zu gewährleisten, ist das Deck mit rauen oder gummierte Oberflächen versehen. Es gibt Paddle Boards in Längen zwischen 1,80 Meter und über 4 Metern. Das Volumen der Bretter bewegt sich zwischen 100 und 250 Litern. Für das Distance Stand Up Paddeln und für Geschwindigkeitswettbewerbe wird ein Bretttyp genutzt, der in der Form schnellen Kanus oder Ruderbooten gleicht.

Eine Baubeschreibung finden Sie hier.

Kanu

Kanu ist im deutschen Sprachgebrauch der Oberbegriff für alle Boote, die mit Paddeln in Blickrichtung bewegt werden. Die beiden wesentlichen Untergruppen sind Kajak und Kanadier.

Kajak

Ein Kajak ist ein Boot mit einem in den meisten Fällen geschlossenen Deck, das mittels Doppelpaddel angetrieben wird. Der in einer Öffnung im Deck sitzende Fahrer blickt in die Fahrtrichtung. In der Form des Sea- oder Groenlandkajaks ist dieses Boot das am Besten für den Einsatz auf offenen und rauen Gewässern geeignete Kleinboot.

Wildwasserkajak

Das Wildwasserkajak ist ein für die Befahrung von schnell strömendem und oft auch turbulentem Wasser optimiertes Boot. Moderne Wildwasserboote sind voluminös, rund, kurz und sie haben einen starken Kielsprung (Aufbiegung der Kiellinie an beiden Enden). Das ergibt ein extrem wendiges Boot, mit dem auch stark verblockte Gewässer mit Engstellen und hohen Abfällen befahren werden können. Je nach Verwendungszweck gibt es hochspezialisierte Bootsformen für Wettkampfboote aller Art. Das Angebot an käuflichen Wildwasserkajaks ist sehr gross. Diese Boote werden meist in grossen Stückzahlen mit teuren Maschinen (Vakuum, Tiefziehverfahren, Schleuderguss, Öfen usw.) und in der Herstellung ebenfalls teuren Formen (oft aus Metall) gefertigt. Als Baumaterial kommen die verschiedensten Kunst- und Verbundwerkstoffe zur Anwendung. Die Schlagzähigkeit dieser Baustoffe ist sehr hoch.
Ein Selbstbau lohnt sich meiner Meinung nach nur in den seltensten Fällen, da für ein ordentliches Ergebnis immer eine wirklich gute Form erforderlich ist. Der Bau solcher Formen ist zeitaufwendig und teuer. Zudem lassen sich viele der heute für Wildwasserboote verwendeten Werkstoffe nur mit den entsprechenden Maschinen verarbeiten, etwas, das der Selbstbauer nur in den seltensten Fällen hat. Auch die Fertigung eines Einzelstücks aus einem vorgeformten Schaumstoffteil (z.B. aus Styropor), das anschliessend mit einem Faserverbundwerkstoff überzogen  wird, ist oft keine optimale Lösung. Das Entfernen des Schaumstoffkerns (z.B. durch Auflösung mit Aceton) ist alles andere als umweltfreundlich und oft eine richtige Schweinerei. Und oft ist dann auch das Ergebnis dieses Verfahrens nicht wirklich befriedigend.

Seakajak

Das Seakajak (Meeres-Kajak) ist ein speziell für Fahrten auf Seen und dem Meer gebautes und ausgestattetes Kajak. Das handelsübliche Seakajak hat Merkmale der ursprünglichen Kajaks der Inuit (Ureinwohner Groenlands und der Aleuten). Hochgezogene Enden unterstützen das Reiten von Wellen, anstatt sie zu durchstossen.
Ursprünglich ein Jagdboot, ist das Seakajak heute ein Sportgerät, das für längere Touren erforderliche Ausrüstungsgegenstände aufnehmen kann.
Da damit meist längere Strecken zurückgelegt werden, sind Seakajaks relativ zur Breite länger als gewöhnliche Kajaks. Das verringert bei  höheren Geschwindigkeiten die Wellenbildung. Um eine ausreichende Spurstabilität zu erreichen, haben Seakajaks meist eine lange gerade Kiellinie ohne Kielsprung (Aufbiegung des Kiels an den Bootsenden gegen oben) und entweder ein Steuer oder eine ausfahrbare Finne. Beide verbessern sowohl die Manövrierbarkeit als auch die Spurhaltung bei Seitenwind. Durch eine entsprechende Gestaltung des Decks wird die Windanfälligkeit zusätzlich verringert.

Groenlandkajak

Der Urvater aller Kajaks, wie er von den Inuit in Groenland und auf den Aleuten entwickelt worden ist. Für dieses Boot gibt es zwar Zeichnungen, aber keine Pläne – es wird individuell nach den Körpermassen des Fahrers angefertigt. Die Tragstruktur besteht aus einem zusammengesteckten und zusammengebundenen Skelett aus zwei mit Rippen und Deckstreben verbundenen Längs-Brettern und drei ebenfalls längs verlaufenden Leisten an der Unterseite des Boots. Für den Bau werden nur einige wenige einfache Werkzeuge und vor allem weder Nägel, Schrauben noch Leim verwendet. Das Boot wird in ein Tuch aus Nylon- oder Polyestergewebe eingenäht. Auch die  Cockpitöffnung wird mit dem Bezugsstoff vernäht. Mit dieser einfachen aber extrem hoch entwickelten Technik lassen sich sehr leichte, schnelle und hochelegante Boote bauen.

Mehr zu den unterschiedlichen Typen von Kajaks und zu deren Bau finden Sie hier (generelle Angaben) und hier (Kajaks mit Segel).

Kanadier

Ein Kanadier (auch Canadier) ist ein zumeist offenes Kanu, das sitzend oder kniend gefahren und meistens mit Stechpaddeln bewegt wird. Ein Kanadier kann aber auch gerudert oder mit Doppelpaddel gefahren werden. Ursprünglich von den nordamerikanischen Indianern als Fortbewegungsmittel in den dicht bewaldeten und unwegsamen Gebieten Nordamerikas benutzt, wurden Kanadier später von Pelzhändlern dazu verwendet, grosse Strecken mit viel Gepäck zurückzulegen.

Mehr zu den unterschiedlichen Typen von Kanadiern und zu deren Bau finden Sie hier.

Ruderboot

Ein Ruderboot ist ein Wasserfahrzeug, das mit Riemen oder Skulls angetrieben und gesteuert wird. Die von uns gebauten Boote bestehen aus mit Glasfasergewebe und Epoxid beschichtetem Holz. Für jedes Ruder (Skull, Riemen) gibt es einen am Rumpf befestigten Ausleger, an dessen Ende sich eine Dolle befindet. In diese wird das Ruder gelegt. Die Boote haben in der Regel je einen Luftkasten am Bug und am Heck. Ein unter dem Heck angebrachtes Schwert unterstützt den Geradeauslauf des Boots. Das bei einigen Bootstypen drehbar am Heck angebrachte Steuerruder erleichtert Kursänderungen. Es wird mit zwei Seilzügen und einem im Boot befindlichen Fussbrett bedient.
Der Ruderer sitzt mit dem Rücken in Fahrtrichtung auf einem festen Sitz oder einem beweglichen Sitz, der auf zwei Rollbahnen rollt. Die  Fortbewegung ist konstruktionsbedingt entgegen der Blickrichtung des Ruderers.

Mehr zu den unterschiedlichen Ruderboot-Typen und zu deren Bau finden Sie hier.

Segelboot

Ein Segelboot ist ein Sportboot, das in erster Linie durch Windkraft betrieben wird. Es ist kleiner als ein Segelschiff. Segelboote können gibt es als Jollen (diese sind formstabil) und Kielboote (gewichtsstabil) einerseits und als Einrumpf- und Mehrrumpfboote andererseits.

Je eine gesonderte Gruppe für sich sind Segelkanus (für das Segeln optimierte Kleinboote), die aus der Südsee bekannten Auslegerkanus mit ihren extrem schlanken Rümpfen und mit Auslegern und Segeln versehene Kajaks. Diese Boote können alle sowohl gepaddelt als auch gesegelt werden.

Kommentare sind geschlossen